Eine Grußformel zum Abschluss von E-Mails vermittelt eine Botschaft. Aber welche? Viele, beste, freundliche, herzliche, liebe oder sonnige Grüße – wie verhindert man es, einen falschen Eindruck zu hinterlassen?

Mit welchen Grußformeln Sie berufliche E-Mails am besten beenden, erfahren Sie hier.

Die Klassiker

Wer einem Adressaten zum ersten Mal schreibt und noch keine informelle Beziehung zu ihm hat, ist in beruflichen E-Mails mit „freundlichen“ oder „vielen Grüßen“ auf der sicheren Seite. Heutzutage darf das „mit“ vor den freundlichen Grüßen auch weggelassen werden.

Eine Alternative zu „Freundliche Grüße“ sind „Viele Grüße“. „Schöne Grüße“ sind aus stilistischen Gründen keine gute Wahl: Das Wetter und die Natur können schön sein – Grüße aber nicht. Ebenso sollte man keine „ besten Grüßen“ versenden, denn die gibt es genau genommen nicht: es gibt ja auch keine „guten Grüße“.

Darf es etwas informeller sein?

Es gibt durchaus auch im beruflichen Schriftverkehr Fälle, in denen Sie Ihre E-Mail mit einem persönlicheren, individuell formulierten Gruß abschließen können.

Gelegentlich beziehen sich E-Mail-Verfasser in ihrem Abschiedsgruß auf die Branche, in der sie tätig sind – der Mitarbeiter einer Gärtnerei zum Beispiel schreibt dann „Mit grünen Grüßen“. Mit „lieben“ oder „herzlichen Grüßen“ sollte sich nur verabschieden, wer seine E-Mails auch mit einem vertraulichen „Lieber“ oder einem lockeren „Hallo“ eröffnet.

Um in kein Fettnäpfchen zu treten, ist es ratsam, den Schritt zu einer persönlicheren Ebene dem Gesprächspartner zu überlassen und dann erst nachzuziehen. Das gilt vor allem, wenn es sich um einen Vorgesetzten oder einen wichtigen Kunden handelt.

Abgekürzte Grußformeln sind tabu

„LG“ steht für „Liebe Grüße“ – bei privaten E-Mails nehmen es viele mit förmlichen Formulierungen nicht so genau.  In elektronischer Geschäftspost sind Abkürzungen von Grußformeln aber ein absolutes No-Go!

 

Die richtige Form beachten

  • Nach der Anrede steht ein Komma. Der eigentliche Text beginnt mit einem Kleinbuchstaben – natürlich vorausgesetzt, das erste Wort ist kein Substantiv.
  • Anrede und Haupttext werden durch eine Leerzeile getrennt.
  • Auch die Schlussformel wird durch eine Leerzeile vom Haupttext getrennt.
  • Die Grußformel endet stets ohne Punkt, Komma oder Ausrufezeichen.
  • Der Unterschrift können Sie ein Postskript nachstellen. Obwohl es ganz am Ende steht, wird es immer gelesen!

Bedenken Sie, jede Grußformel vermittelt eine Botschaft. Deswegen: Kurz nachdenken und den richtigen Gruß wählen!

Bild: Fotolia 182911208

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